Zahnbehandlungen sind für viele Menschen mit Angst verbunden. In etwa 90 % der zahnärztlichen Eingriffe spüren Patienten während der Behandlung jedoch kaum Schmerzen. Der Grund dafür ist die Lokalanästhesie, bei der der zu behandelnde Bereich betäubt wird, sodass keine Schmerzen auftreten. Dadurch können sowohl einfache als auch komplexe chirurgische Eingriffe wie Wurzelkanalbehandlungen, Implantate, Sinuslift oder Knochenaufbauten schmerzfrei durchgeführt werden. Auch Patienten mit Zahnarztangst oder negativen Vorerfahrungen können so sicher und komfortabel behandelt werden.
Warum wird Lokalanästhesie in der Zahnmedizin verwendet?
Lokalanästhesie hilft Patienten, ruhig zu bleiben, reduziert Angst und erleichtert die Mitarbeit während der Behandlung. In der Regel wird sie durch eine Injektion verabreicht, wobei nur der behandelte Kieferbereich betäubt wird. Der Patient bleibt bei Bewusstsein, verspürt jedoch keine Schmerzen.
Vorteile:
Wann wird Lokalanästhesie eingesetzt?
Sie wird häufig verwendet bei:
Arten der Lokalanästhesie
Lokalanästhesie ist eine Methode zur gezielten Schmerzunterdrückung in einem bestimmten Körperbereich, während der Patient vollständig wach bleibt. Sie wird in vielen medizinischen Bereichen eingesetzt.
Man unterscheidet zwei Hauptarten: Infiltrationsanästhesie und Oberflächenanästhesie.
Infiltrationsanästhesie (Injektion)
Bei der Infiltrationsanästhesie wird das Betäubungsmittel direkt in das Gewebe injiziert. Dadurch wird der Bereich schnell betäubt.
Dies ist die am häufigsten verwendete Methode in der Zahnmedizin, z. B. bei Füllungen, Wurzelbehandlungen, Zahnextraktionen und Implantaten.
Merkmale:
Oberflächenanästhesie (Topische Anästhesie)
Hierbei wird ein Betäubungsmittel als Gel, Spray oder Creme auf die Schleimhaut oder Haut aufgetragen. Es wird keine Injektion verwendet.
In der Zahnmedizin wird sie häufig vor einer Spritze angewendet, um den Einstich schmerzfrei zu machen.
Formen:
Wirkung:
In unserer Klinik wird häufig zuerst eine Oberflächenanästhesie und anschließend eine Infiltrationsanästhesie angewendet, um maximalen Komfort zu gewährleisten.
Lokalanästhesie bei Implantaten und Wurzelbehandlungen
Implantatbehandlungen sind chirurgische Eingriffe und können Angst verursachen. Mit Lokalanästhesie wird der Eingriff jedoch völlig schmerzfrei durchgeführt.
Auch Wurzelkanalbehandlungen werden dadurch deutlich angenehmer und stressfrei durchgeführt.
Unterschied zur Vollnarkose
In einigen Fällen reicht Lokalanästhesie nicht aus, z. B. bei starker Angst oder bestimmten Behinderungen. Dann kann eine Vollnarkose erforderlich sein, die jedoch im Krankenhaus unter Aufsicht eines Anästhesisten durchgeführt wird.
Der Patient schläft dabei vollständig. Diese Methode wird jedoch nur in speziellen Fällen eingesetzt.
Ist Lokalanästhesie sicher?
Ja. Bei richtiger Anwendung durch Fachpersonal ist sie sehr sicher.
Was ist nach der Lokalanästhesie zu beachten?
Nach der Behandlung kann die betäubte Stelle noch einige Stunden taub sein. Daher sollte erst gegessen werden, wenn die Wirkung vollständig nachgelassen hat. Ein leichtes Kribbeln beim Abklingen ist normal.
Schmerzfreie Zahnbehandlung ist möglich
Lokalanästhesie ist eine der wichtigsten Entwicklungen in der modernen Zahnmedizin. Sie ermöglicht stressfreie, schmerzlose und komfortable Behandlungen – selbst bei komplexen Eingriffen wie Implantaten oder Wurzelbehandlungen.